Mitteilungsblatt des Bochumer Bürgervereins

Bochum, September 2007                          Nr. 11

Inhaltsverzeichnis

Liebe Freunde und Förderer des Vereins

Der Bau der neuen Synagoge in Bochum macht Fortschritte: Das Bild auf der Vorderseite dieses Mitteilungsheftes zeigt den Stand im Mai d.J.. Inzwischen sind die Arbeiten weiter fortgeschritten, die Einweihung wird noch in diesem Jahr stattfinden. Wir werden darüber im nächsten Mitteilungsheft ausführlich berichten.

Einige Artikel in diesem Heft stehen im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Ereignis:

    Ruth Engler von der jüdischen Gemeinde stellt das neue Gebäude vor;

    Gerd Liedtke, Vorsitzender des Freundeskreises Bochumer Synagoge und Mitglied unseres Vereins, stellt das Thema in einen größeren Zusammenhang und fragt "Eine neue Synagoge - und dann?"

    Und wir drucken die Berichterstattung der Bochumer Presse zur Einweihung der Bochumer Synagoge 1863 ab - ein eindrucksvolles Dokument, das soviel Zukunftsoptimismus ausstrahlt, keinen Hinweis auf das grausame Ende dieser jüdischen Gemeinde einige Jahrzehnte später enthält.

Auch in der neuen Ausgabe unseres Mitteilungsblattes berichten wir über Ereignisse, die jüdisches Leben in Bochum in Vergangenheit und Gegenwart betreffen, über Projekte unseres Vereins. Einige Artikel zeigen aber auch, dass wir uns um die Erinnerung an andere Opfergruppen des nationalsozialistischen Deutschlands bemühen - Zeugen Jehovas, Sinti und Roma. Und in einem Artikel wird an die von Yad Vashem ausgezeichneten "Gerechten unter den Völkern" erinnert, die - aus ganz unterschiedlichen Motiven - der offiziellen Politik widerstanden, jüdisches Leben unter großem persönlichem Einsatz retteten. Leider gab es zu wenige dieser "Gerechten" ...

Der Kontakt zu den Mitgliedern der alten jüdischen Gemeinde ist nach wie vor eine wesentliche Aufgabe für uns. Er findet seinen Ausdruck in telefonischen und brieflichen Kontakten. Dabei finden sich immer wieder Leser, die sich an ihr Leben in Bochum vor der Emigration erinnern - wir drucken in diesem Heft die Erinnerungen von Siegfried Spandau ab.

Herzlichst                                                                        Ihre Redaktion