Mitteilungsblatt des Bochumer Bürgervereins

Bochum, September 2008                          Nr. 12

Inhaltsverzeichnis

Leben im neuen Gemeindezentrum der Synagoge

Nachdem am 16. Dezember 2007 die Synagoge und das Gemeindezentrum feierlich eingeweiht worden waren, konnten die Gemeindemitglieder die Räumlichkeiten übernehmen.
Die ersten festlichen Aktivitäten wurden zum Purim – Fest organisiert. Zu diesem Anlass stellte die Kinder- und Jugendgruppe ein Programm zusammen.
Als nächstes konnte das Pessach – Fest und der Seder – Abend durchgeführt werden. Die Sederfeier wurde von einem Gastrabbiner gestaltet.
Nach der Fertigstellung des Platzes vor der Synagoge wurde der Erich-Mendel-Platz am 8.6.2008 durch die Oberbürgermeisterin Frau Dr. O. Scholz eröffnet.

Außer  der Gestaltung  der  Feiertage  bietet die Gemeinde neben der Sozialabteilung, die sehr stark frequentiert wird, eine große Anzahl von Aktivitäten  für die Gemeindemitglieder an. So werden verschiedene Clubaktivitäten mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten angeboten wie:
- Club Shalom                             Seniorenclub - Frauenclub                                                                                       Themen und Angelegenheiten, die Frauen                                                                 interessieren und ansprechen

- Club Mo’adon Le Tarbut          Austausch  über  kulturelle Fragen und Themen

- Club Stern                                Veteranenclub

- Wissenschaftlich- 
  technische Gesellschaft
  und Wissenschaft                      Themen rund um Technik

Des Weiteren werden folgende Aktivitäten angeboten und gern angenommen.

- PC Kurse für Erwachsene und Jugendliche 
- Theaterstudio
- Chor
- Bibliothek
- Sprach- und Integrationskurse für jüdische und nichtjüdische Teilnehmer

Für die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde werden regelmäßig im Kinder- und  Jugendzentrum Aktivitäten angeboten, die dem Alter nach differenziert sind. Im Rahmen der Jugendarbeit fand zum diesjährigen Israelday eine Informationsveranstaltung in der Bochumer Innenstadt statt.
Um ein generationenüberschreitendes Miteinander zu fördern, finden Treffen mit Kindern, Eltern und Großeltern statt.
Da das Jüdische Gemeindezentrum Bochum auch eine Begegnungsstätte für interessierte Mitbürger  und Gemeindemitglieder sein soll, wurden folgende Veranstaltungen für alle Bürger der Stadt angeboten:
- Im Mai 2008 wurde eine Fotoausstellung „Die neue Synagoge“ mit Bildern des Fotografen Ingo Otto im Foyer des Gemeindezentrums gezeigt.
- Ebenfalls im Mai wurde ein musikalischer Abend angeboten, der einen sehr großen Zulauf von Seiten der jüdischen sowie auch der nichtjüdischen Bevölkerung verzeichnen konnte.
- Angesichts des 60. Geburtstages des Staates Israel gab es einen Veranstaltung mit einem bunten Rahmenprogramm und einen Konzert des Jugendzentrums.
- Am 22.Juni 2008 fand im  Rahmen der interreligiösen Verständigung das Friedensgebet in unseren Räumen statt.
- Am 8. Juni 2008 wurden die Türen der Synagoge und des Gemeindezentrums im Rahmen eines Tages der offenen Tür für interessierte Mitbürger geöffnet. Dieses Angebot wurde sehr positiv angenommen und zeigte wieder einmal auf, welch reges Interesse an der jüdischen Gemeinde und der Synagoge mit Gemeindezentrum besteht.
Für interessierte Mitbürger besteht nach telefonischer Absprache die Möglichkeit, im Rahmen einer Besichtigung sich einen Eindruck von der Synagoge und dem jüdischen Leben in Bochum, Herne und Hattingen zu machen.
Auch für die Zukunft sind zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten geplant, die dem kulturellen und sozialen Zentrum jüdischen Lebens in Bochum, Herne  und Hattingen gerecht werden sollen.
                                                                                                  (Ruth Engler)

ToTuer

Tag der offenen Tür 
Im Vordergrund Oberbürgermeisterin Dr. O. Scholz
Foto: Gerd Liedtke