Mitteilungsblatt des Bochumer Bürgervereins

Bochum, September 2009                          Nr. 13

Inhaltsverzeichnis

Liebe Freunde und Förderer des Vereins
"ERINNERN FÜR DIE ZUKUNFT e.V."

  In das neue Gemeindezentrum der jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen ist inzwischen so etwas wie Alltag eingezogen, die Gemeinde hat es „in Besitz genommen“, füllt es mit Leben. Auch die Bemühungen, das Zentrum zu einem Ort der Begegnung zwischen Juden und Nichtjuden zu machen, zeigen erste Ergebnisse: Einige kulturelle Veranstaltungen (Konzerte, Vorträge) haben stattgefunden. Dr. Michael Rosenkranz, Mitglied der Jüdischen Gemeinde, schreibt in diesem Heft über den Interreligiösen Kontakt zwischen der Jüdischen Gemeinden und den beiden christlichen Kirchen. Aber die Öffnung der Gemeinde ist sicher ausbaufähig. Und da wird wohl ein Schwerpunkt der künftigen Arbeit des „Freundeskreises Bochumer Synagoge“ liegen, wie Gerd Liedtke, der Vorsitzende des Freundeskreises, der auch Mitglied unseres Vereins ist, in seinem Beitrag in diesem Heft schreibt.
  Auch in der neuen Ausgabe unseres Mitteilungsblattes berichten wir über Ereignisse, die jüdisches Leben in Bochum in Vergangenheit und Gegenwart betreffen, über Projekte unseres Vereins. Erstmals fand im November 2008 in Bochum-Linden eine eigene Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Zerstörung der Synagogen 1938 statt: Linden gehörte damals zwar politische zu Bochum, die jüdische Gemeinde aber gehörte zu Hattingen. Sabine Krämer, stellvertretende Vorsitzende unseres Vereins, berichtet über diese Veranstaltung. Schwerpunkt unserer wissenschaftlichen Arbeit ist weiterhin die Aufarbeitung des Schicksals der Bochumer jüdischen Familien. Dabei wird zunehmend die Rolle berücksichtigt, die diese Familien bei der Entwicklung der Stadt Bochum im 19. Jahrhundert und im ersten Drittel des 20 . Jahrhundert spielten. Wir drucken den Text eines Vortrages ab, den Hubert Schneider im jüdischen Gemeindezentrum gehalten hat. Der Kontakt zu den Mitgliedern der alten jüdischen Gemeinde ist nach wie vor eine wesentliche Aufgabe für uns. Er findet seinen Ausdruck in telefonischen und brieflichen Kontakten.

Herzlichst                                                     Ihre Redaktion