Mitteilungsblatt des Bochumer Bürgervereins

Bochum, September 2010                          Nr. 14

Inhaltsverzeichnis

Liebe Freunde und Förderer des Vereins
"ERINNERN FÜR DIE ZUKUNFT e.V."

Auch in der neuen Ausgabe unseres Mitteilungsblattes berichten wir über Ereignisse, die jüdisches Leben in Bochum in Vergangenheit und Gegenwart betreffen, über Projekte unseres Vereins und der Organisationen in Bochum, mit denen wir kontinuierlich zusammenarbeiten.
  Die jüdische Gemeinde hat inzwischen ihr Restaurant „ Matzen“ eröffnet, ein weiterer Schritt auf dem Wege der Öffnung der Gemeinde nach außen. Gerd Liedtke berichtet in diesem Heft darüber. Michael Rosenkranz, Mitglied der jüdischen Gemeinde, bemüht sich um den interreligiösen Dialog der Gemeinde mit den Vertretern der anderen monotheistischen Religionen in Bochum. Er berichtet darüber in einem lesenwerten Artikel. Manfred Keller, Vorsitzender des Evangelischen Forums Westfalen, beschäftigt sich seit Jahren mit dem früheren Bochumer Kantor Erich Mendel und dessen Verdienste um die synagogale Musik. Er berichtet in diesem Heft über zwei Schwerpunkte seiner Arbeit: Auf dem Erich-Mendel-Platz, direkt vor der neuen Synagoge gelegen, wurde in Anwesenheit von Oberbürgermeisterin Scholz eine Stele zur Erinnerung an den Kantor enthüllt. Zum zweiten Male fand in unserer Region die „Biennale: Musik & Kultur der Synagoge“ statt. In acht Konzerten in Bochum und in anderen Ruhrgebietsstätten wurde ein Einblick in die Geschichte der synagogalen Musik gewährt. Klaus Kunold berichtet in zwei Texten über die Arbeit des Bochumer „Bündnisses gegen Rechts“ bzw. über die Erinnerungsarbeit der VVN-BdA. In Herne wurde ein Holocaust-Mahnmal eingeweiht. Darüber berichtet Günter Nierstenhöfer. Schwerpunkt unserer wissenschaftlichen Arbeit ist weiterhin die Aufarbeitung des Schicksals der Bochumer jüdischen Familien Dabei wird zunehmend die Rolle berücksichtigt, die diese Familien bei der Entwicklung der Stadt Bochum im 19. Jahrhundert und im ersten Drittel des 20 . Jahrhundert spielten. Eine Zusammenfassung der bisherigen Arbeit auf diesem Gebiet bietet das in diesem Jahr erschienene Buch von Hubert Schneider „Die Entjudung des Wohnraums – Judenhäuser in Bochum. Die Geschichte der Gebäude und ihrer Bewohner.“ Der Kontakt zu den Mitgliedern der alten jüdischen Gemeinde ist nach wie vor eine wesentliche Aufgabe für uns. Er findet seinen Ausdruck in telefonischen und brieflichen Kontakten.

Herzlichst                                                                                       Ihre Redaktion