Mitteilungsblatt des Bochumer Bürgervereins

Bochum, September 2011                          Nr. 15

Inhaltsverzeichnins

Liebe Freunde und Förderer des Vereins
"ERINNERN FÜR DIE ZUKUNFT e.V."
   Auch in der neuen Ausgabe unseres Mitteilungsblattes berichten wir wieder über Ereignisse, die jüdisches Leben in Bochum in Vergangenheit und Gegenwart betreffen, über Projekte unseres Vereins und der Organisationen in Bochum, mit denen wir kontinuierlich zusammenarbeiten.
   In den jüdischen Gemeinden des Ruhrgebiets herrscht seit geraumer Zeit Aufbruchsstimmung. Das ist auch das Thema des von Manfred Keller herausgegebenen Buches "So viel Aufbruch war nie ...", das Hubert Schneider vorstellt. Manfred Keller, Vorsitzender des Evangelischen Forums Westfalen, stellt die Wanderausstellung „Angekommen“ vor, welche die Situation der nach 1989 aus der früheren Sowjetunion eingewanderten Juden zum Thema hat. Michael Rosenkranz, Mitglied der jüdischen Gemeinde, berichtet in seinem Artikel "Der egalitäre Minjan im Ruhrgebiet" über den religiösen Aufbruch.
   Wolfgang Hering, mit seiner Frau Stolpersteinpate des ermordeten Ehepaares Wald, berichtet über den Besuch der Nach-kommen dieser Familie, die heute in Israel leben.
   Zwei überlebende Mitglieder der alten jüdischen Gemeinde, mit denen wir über Jahre besonders engen Kontakt hatten, sind im vergangenen Jahr gestorben. Ingrid Wölk, Leiterin des Stadtarchivs, erinnert an Karla Goldberg geb. Baer, Hubert Schneider an Siegfried Spandau.
   Schwerpunkt unserer wissenschaftlichen Arbeit ist weiterhin die Aufarbeitung des Schicksals der Bochumer jüdischen Familien Sabine Krämer, stellvertretende Vorsitzende unseres Vereins, stellt ihr Projekt "Ostjuden in Bochum" vor, ein Thema, das in der Forschung bisher vernachlässigt wurde. Das 2010 von Hubert Schneider veröffentlichte Buch: Die "Entjudung des Wohnraums. "Judenhäuser" in Bochum. Die Geschichte der Gebäude und ihrer Bewohner, findet eine gute Resonanz. Manfred Keller hat das Buch an verschiedenen Orten vorgestellt. Wir drucken seine Würdigung des Buches ab.
   Eine Folge der Veröffentlichung des „Judenhaus“-Buches ist, dass Hubert Schneider in andere Städte eingeladen wird. Auf der diesjährigen zentralen Veranstaltung der Stadt Herne zum offiziellen Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus hielt er einen Vortrag über die „Judenhäuser“ in Herne und Wanne-Eickel. Wir drucken den Text des Vortrags ab.
   Der Kontakt zu den Mitgliedern der alten jüdischen Gemeinde ist nach wie vor eine wesentliche Aufgabe für uns. Er findet seinen Ausdruck in telefonischen und brieflichen Kontakten.

Herzlichst                             Ihre Redaktion