Mitteilungsblatt des Bochumer Bürgervereins

Bochum, September 2016                          Nr. 20

Inhaltsverzeichnis

Liebe Freunde und Förderer des  Vereins

„ERINNERN FÜR DIE ZUKUNFT  e.V.“

Auch in der neuen Ausgabe unseres Mitteilungsblattes berichten  wir wieder über Ereignisse, die jüdisches Leben in Bochum in Vergangenheit und Gegenwart betreffen, über Projekte unseres Vereins und der Organisationen in Bochum, mit denen wir kontinuierlich zusammenarbeiten.

1935 wurden in Deutschland die sogenannten „Nürnberger Gesetze“ erlassen mit weitreichenden Folgen für die jüdische Bevölkerung. Und 10 Jahre später, Ende 1945, wurde in Bochum wieder eine neue jüdische Gemeinde gegründet: Das war nicht selbstverständlich nach der fast vollständigen Ermordung der Mitglieder der alten Gemeinde. Die meisten Mitglieder der neuen Gemeinde waren die durch die Nürnberger Gesetze zu sogenannten „Misch
lingen“ 1. und 2. Grades gemachten Menschen sowie deren jüdischen Elternteile. Auf diesen Zusammenhang wurde in der zentralen Gedenkveranstaltung am 9. November 2015 und in einigen Ver- anstaltungen im Rahmenprogramm aufmerksam gemacht. So berichtete Hubert Schneider in einem Vortrag im Bochumer Stadtarchiv über die Nürnberger Gesetze und deren Auswirkungen in Bochum Wir drucken den Text des Vortrags hier ab.

Im vergangenen Jahr starb Hannes Bienert, der 2013 von der jüdischen Gemeinde mit der Dr. Ruer-Medaille ausgezeichnet worden war. Wir berichteten im Heft 2013 ausführlich darüber. In diesem Heft erinnern wir an den engagierten Antifaschisten.

Auch 2015 wurden in Bochum durch den Kölner Künstler Demnig wieder 20 Stolpersteine verlegt. Wir nennen die Namen und die Orte, an denen die Plaketten verlegt wurden.

2015 wurde die Dr. Ruer
-Medaille der jüdischen Gemeinde an Dr. Manfred Keller und Dr. Hubert Schneider verliehen. Wir drucken die Laudatio von Professor Brakelmann und die Ansprachen der beiden Preisträger in diesem Heft ab.

Herzlichst                                                                                   Ihre Redaktion